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> Wiener
Kartenansichten - Auszug aus unserer Wiener Speisekarte
> "...das
Kochen mit Ernst zu lernen und mit Liebe zu betreiben"
-
Historisches über die Wiener Küche
> Zum
Selbermachen: Die klare Rindsuppe
"Die Wiener Küche ist nicht - wie
etwa die französische - ein Kompendium von Spitzenleistungen
individualistisch gesinnter Kochkünstler. Ihre Hauptwerke sind
vielmehr von vielen Generationen Wiener Hausfrauen und böhmischer
Köchinnen geschaffen worden. Sie ist anonym, ein Produkt gleichsam
der in des Volkes Seele schlummernden gestalterischen Kräfte."
Der Wiener Feuilletonist Jörg Mauthe wusste die
Wiener Küche zu schätzen - und er wusste sie richtig einzuschätzen:
Althergebrachtes behutsam am Leben zu halten ist in der Küche
des Schottenhofs oberste Maxime, und zwar ohne dabei den neuesten
Modetrends hinterher zu laufen. So liegt die wahre Größe
der Wiener Küche im Erkennen des Wesentlichen, und niemals
im überflüssigem Aufwand oder Dekor.
Ein einzigartiger Vorzug der Küche in der Donaumetropole
liegt in ihrer Vielfalt. Ein Facettenreichtum der vielerorts
in Vergessenheit gerät. Wo sonst steht das Hüferschwanzl
noch auf der Speisekarte? Wo sonst flattern Ihnen auf der Tageskarte
von Zeit zu Zeit noch gespickte Kalbsvogerl entgegen? Und
Klassiker wie das ausgelöste Backhenderl, der Tafelspitz
oder das Wiener Schnitzel - natürlich vom Kalb - gehören
im Schottenhof quasi zum Inventar. So wie der Gugelhupf zu
Wien.


Einen aussagekräftigen Vorgeschmack über
das Potential jeder Wiener Küche gibt Ihnen die Bouillon.
Einen ersten Vorgeschmack auf das Angebot im Schottenhof
erhalten Sie hier. Die angeführten Speisen sind nur ein kleiner
Auszug aus der fixen Karte, das Tagesangebot wechselt - wie der
Name schon sagt - täglich. Sollte Ihr heißersehntes
Wunschgericht auf der Karte nicht zu finden sein - der Koch
schenkt Ihnen gerne seine Aufmerksamkeit. Fast nichts ist ihm unmöglich...
Klare Rindsuppen
mit diversen Einlagen
Gekochter Tafelspitz mit
buntem Gemüse, Zwiebelerdäpfel, Schnittlauchsauce und
Apfelkren
Gekochtes Hüferschwanzl
mit buntem Gemüse, Zwiebelerdäpfel,
Schnittlauchsauce und Apfelkren
Rindslungenbraten vom
Grill mit Kräuterbutter, Bratkartoffeln und buntem Salat
Zwiebelrostbraten mit
Bratkartoffeln
Ausgelöstes Hühnerschnitzel
gebacken mit Petersilkartoffeln
und buntem Blattsalat
Zartes Schweinsschnitzel gebacken
mit Bratkartoffeln und bunter Salatschüssel
Gebackenes Wienerschnitzel
vom Kalb mit weißem Reis
und Erdäpfelsalat
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In vielen mitteleuropäischen Küchenregalen
gehört sie auch heute noch zum Standardinventar: Katherina
Pratos "Süddeutsche Küche" - die donaumonarchistische
Küchenbibel schlechthin. Vom Namen sollte sich niemand
in die Irre führen lassen: Als das Kochbuch 1858 erschien,
war Wien noch die Residenzststadt des Hl. römischen Reiches
- und Österreich war der Süden des mehrheitlich deutschsprachigen
Staatenbunds. Rezepte für Eisbein und Königsberger Klöpse
finden sich in der "großen Prato" nicht - sehr wohl
aber Kochanleitungen für Barszes (Polnischer Borschtsch) oder
Branzin (Seebarsch). Und als politisches Programm ist der Titel
des Kochbuchs schon gar nicht zu verstehen: Der Name Prato leitet
sich von der Ehe der Grazerin mit dem Konservator Eduard Pratobevera
ab.
Das Erfolgsrezept der großen Prato war die praxisorientierte
Gestaltung - bei Kochbüchern der damaligen Zeit eine absolute
Ausnahmeerscheinung. Und die flüssige und eingängige Sprache
des Kochbuchs: So ist der mittlerweile allgegenwärtige Ausspruch
"Man nehme..." ursprünglich ein Prato Zitat.
"Das Kochen mit Ernst zu lernen und mit Liebe zu betreiben..."
- dies zu vermitteln war ihr ganz besonderes Anliegen. In Rekordzeit
entwickelte sich die bald tausend Seiten dicke Süddeutsche
Küche zum Kassenschlager, bis heute ist sie das meistverkaufte
Buch des Styria Verlags. Sie erschien ununterbrochen von 1858 bis
1965. Der Buchtitel wurde nach dem zweiten Weltkrieg leicht renoviert,
der Umschlag trug nun die präzisierte Kennzeichnung: "Die
große Prato - Kochbuch der österreichischen und süddeutschen
Küche, mit böhmischen, englischen, französischen,
italienischen, serbischen und ungarischen Nationalspeisen"
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Stellvertretend für Wien
sei an dieser Stelle Katherina Pratos Rezept für eine klare
Rindsuppe verraten - die grundlegende Basis und das Kennzeichen
jeder guten Wiener Küche.

Will man zugleich gute Suppe und gutes Fleisch haben,
so wählt man die Stücke von den Hinterfüßen
und vom Schlußstücke des Ochsen: Schweif-, Schal-, und
ausgelöstes Örtel. Gutes Fleisch ist dunkel und fett.
Lichtes ist von jungen Tieren und gibt nie schöne Suppe. Für
Tafelstücke eignet sich abgelegtes Fleisch; legt man aber das
Hauptgewicht auf die Suppe, so wählt man ziemlich frisch geschlachtetes.
Das Wasser für die Suppe, 2 bis 3 Liter für ein Kilogramm
Fleisch, wird mit den Knochen und Fleischabfällen zugesetzt.
Wenn es stark kocht, gibt man das geklopfte und mit kaltem Wasser
rasch abgewaschene Fleisch hinein und lässt es einige Minuten
stark sieden, dann bei mäßiger Hitze langsam weiterkochen.
Der aufsteigende Schaum wird meist abgeschöpft, um die Suppe
klar zu machen; sie gewinnt aber an Kraft, wenn man ihn ruhig versieden
läßt, wobei er sich zu Boden setzt. Wenn kein Schaum
mehr aufsteigt, gibt man einen Esslöffel Salz und das Wurzelwerk,
eine gelbe Rübe, eine Petersilie, und etwas Porree, alles abgeschabt,
gewaschen und gespalten, in die Suppe, oder man schneidet diese
Wurzeln blätterig, bratet sie in einer kleinen Kasserolle mit
einem Stückchen zu Scheiben geschnittener Rindsleber und einer
halben geringelt geschnittenen Zwiebel in Abschöpf- oder reinem
Rindsfett ab und gibt sie dann zur Suppe, die dadurch eine schöne
Farbe bekommt. Man kann auch ein Stückchen Selleriewurzel und
etwas Kohl mitkochen. Wenn das Fleisch etwa 2 Stunden (kleinere
Stücke etwas kürzer, größere oder solche von
alten Ochsen etwas länger) gekocht hat, gibt man ein wenig
kaltes Wasser dazu, um die Suppe zu klären, stellt den Topf
beiseite, schöpft das Fett ab, und seiht die Suppe langsam
durch ein feines Sieb. Will man Suppenspeisen einkochen, so gibt
man die klare Suppe in einen kleineren Topf und läßt
sie wieder aufkochen. Das Fleisch bleibt mit dem Fett und dem Reste
der Suppe bis zum Anrichten zugedeckt stehen. Will man sehr kräftige
Suppe haben, so setzt man das Fleisch mit kaltem Wasser zu, wodurch
seine Säfte besser ausgezogen werden.
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Montags, wenn Feiertag
Amundsenstrasse 5
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